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Zu oft konzentrieren sich Reiter nur auf die Muskulatur und vernachlässigen die positiven Effekte, die lösende Lektionen auf das Pferd haben können. In der Tat spielt die Lösungsphase eine ebenso wichtige Rolle, insbesondere in Bezug auf die Qualität des Gangbilds und des Bewegungsumfangs des Pferdes. Lösende Lektionen und Übungen zum Muskelaufbau sind daher für das Pferd unerlässlich und müssen täglich ausgeführt werden.
Um die in diesem Artikel beschriebenen Übungen besser zu verstehen, muss man zunächst wissen, wie das Pferd und seine Muskulatur im Allgemeinen funktionieren.

Die Muskeln werden nach ihren Aufgaben und ihren Aktionen unterteilt. Man unterscheidet zwischen der sogenannten „quergestreiften“ Muskulatur, die den Bewegungsablauf des Pferdes sicherstellt und der sogenannten „glatten“ Muskulatur, die für die innere Funktion des Pferdes verantwortlich ist.
Die motorischen Muskeln, die auf den Bewegungsablauf des Pferdes wirken, sind in 5 Gruppen unterteilt:
So lassen sich die Muskelgruppen entsprechend ihrer Aktionen unterscheiden. Die sogenannten „agonistischen“ Muskeln wirken gemeinsam in dieselbe Richtung. Im Gegensatz dazu, wirken die sogenannten „antagonistischen“ Muskeln gegenläufig, sie arbeiten also entgegengesetzt.

Daher konzentrieren wir uns bei der Arbeit mit dem Pferd auf die beiden wichtigsten Muskelketten, die ventrale und die dorsale Muskelkette.

Sie besteht hauptsächlich aus Beugemuskeln wie den Brustmuskeln, den Bauchmuskeln und den Lendenmuskeln. Gerade diese Muskeln ermöglichen, wenn sie sich zusammenziehen, das Absenken und/oder Beugen des Halses, das Anheben des Rückens und die Bewegung der Hanken.

Sie besteht hauptsächlich aus Streckmuskeln wie der Halswirbelsäulenmuskulatur, der Darmbein-Rippen-Muskulatur (die einen Teil der „gemeinsamen Masse“ im Rücken darstellt), oder auch den Gesäßmuskeln. Wenn sich diese Muskeln zusammenziehen, strecken sie den Nacken, den Rücken und die Hanken.
Um mit Ihrem Pferd Fortschritte zu machen, unabhängig von seinen ihm von der Natur mitgegebenen Fähigkeiten, müssen der Muskelaufbau und das Lösen ein integraler Bestandteil Ihres Trainings sein. Dank dieser Art von Training kann Ihr Pferd seinen Bewegungsumfang perfektionieren und seinen Schwung nach vorne und sein Gleichgewicht verbessern.
Im letzten Artikel habe wir über die Gymnastizierung gesprochen: die Seitengänge.
Ob Schenkelweichen, Schulterherein oder Traversalen für die fortgeschrittenen Reiter, alle Seitengänge sind für das Pferd von Vorteil. Diese Übungen helfen nicht nur dabei, die Muskulatur Ihres Pferdes harmonisch aufzubauen, sondern auch, es zu lösen und durchlässiger zu machen. Diese Übungen verlangen, dass sich das Pferd biegt und seitwärts läuft, sie können jedoch anspruchsvoll sein und sollten nur sparsam durchgeführt werden, abhängig von den Fähigkeiten Ihres Pferdes und Ihren persönlichen reiterlichen Fähigkeiten.

Der vernetzte Sattelgurt iPULSE ist Ihr Verbündeter bei dieser Lektion! Dank der Live-Übertragung der Herzfrequenz, können Sie prüfen, ob Ihre Anforderungen für das Pferd nicht doch zu schwierig sind.
Auch Übergänge sind eine sehr gute Lockerungsübung, diesmal in Längsrichtung. Sie sind Teil der Arbeit an den Grundlagen, wenn Sie Ihr Pferd lockerer machen möchten.
Die Übergänge innerhalb einer Gangart sind hier die interessantesten. Sie ermöglichen es nämlich, flexibel an der Muskel- und Gelenkamplitude des Pferdes zu arbeiten. Das Prinzip ist dasselbe wie bei den Übergängen zwischen den Gangarten: Behalten Sie die Lockerheit des Pferdes in der jeweiligen Gangart bei, ohne die allgemeine Haltung des Pferdes zu verschlechtern. Beim Verlängern der Tritte verlangen Sie von Ihrem Pferd, seine Trittlänge zu vergrößern, ohne seinen Takt zu verändern. Ihr Pferd muss mehr „vorwärts gehen“, ohne dabei schneller zu werden. Es streckt also seine Vorderbeine mehr, dank der Streckmuskulatur von der Schulter bis zur Zehenspitze. Der Rücken muss locker bleiben, die Hinterhand tritt mehr unter.
Das Gleiche gilt, wenn Sie Ihr Pferd versammeln, es muss „nach oben gehen“, ohne langsamer zu werden. Dadurch senkt es die Hinterhand und hebt die Vorhand an, so wird das Genick zum höchsten Punkt. Um eine gute Versammlung zu erreichen, muss Ihr Pferd völlig entspannt sein und die Hinterhand muss deutlich untertreten, um ein kräftiges Abfußen beizubehalten.

Zu guter Letzt ist die Arbeit an der Biegung und der Konterbiegung auch eine sehr gute Möglichkeit, die Lockerheit Ihres Pferdes zu verbessern. Jedes Pferd hat eine bessere und eine schlechtere Seite hinsichtlich der Biegung. Wie wir auch können unsere Pferdes sozusagen entweder Rechts- oder Linkshänder sein. Die Arbeit an der Biegung ermöglicht es also, diese mangelnde Lockerheit zu verbessern.
Beim Trainieren von Volten, Achtern oder auch Schlangenlinien können Sie abwechselnd auf jeder Hand arbeiten, aber auch an der Biegung und der Konterbiegung. Wenn Sie von Ihrem Pferd verlangen, sich zu biegen, arbeiten seine Muskeln „nach Seiten“. Wenn Sie zum Beispiel auf der linken Hand eine Volte reiten, dehnen sich die Muskeln auf der rechten Seite, die auf der linken ziehen sich zusammen. Je ausgeprägter also die Biegung (oder Konterbiegung) ist, die Sie von Ihrem Pferd verlangen, desto ausgeprägter ist der Effekt der Dehnung und des Zusammenziehens.
Zusätzlich zu den lösenden Lektionen, die Sie in Ihre Lösungsphase oder in Ihr Training einbauen können, gibt es auch Übungen, die Sie vom Boden aus oder an der Longe durchführen können.

Wie bereits weiter oben angesprochen, ist die Arbeit an den Übergängen und das Biegen an der Longe auch eine gute Möglichkeit, ein Pferd lockerer zu machen und seine Muskulatur aufzubauen.
Indem Sie den Durchmesser Ihrer Zirkel an der Longe verändern, können Sie auch mehr oder weniger stark an der Biegung arbeiten. Dabei ist natürlich immer darauf zu achten, dass das Pferd weder an Abfußkraft noch an der Bereitwilligkeit mitzuarbeiten verliert. Wer damit zurecht kommt, kann bei diesem Training noch einen Schritt weiter gehen. Verwenden Sie dann Langzügel, anstatt der Longe, da diese insbesondere für die Hanken mehr Kontrolle bieten.
Wenn Ihr Pferd die Arbeit an der Biegung verstanden hat, können Sie Übergänge mit Hilfe von Stimmkommandos oder Körpersprache einbauen. Das Interessante hier ist, zu verstehen, wie Ihr Pferd auf Ihre Anforderungen reagiert, wie es sich bewegt und wie es die von Ihnen geforderte Bewegung ausführt. Wenn Sie Schwierigkeiten damit haben, präzise Übergänge zu reiten, ist es von Vorteil, die Grundlagen vom Boden aus oder an der Longe zu wiederholen, um im Sattel Fortschritte zu erzielen.
Was wir noch nicht in diesem Artikel besprochen haben, ist das Springen an der Longe, eine weitere sehr gute Übung.
Springen über Hindernisse verlangt den Pferden viel Anstrengung ab. In der Tat streckt das Pferd in der ansteigenden Phase des Springens seine Oberlinie, ebenso wie seine Bauchmuskeln während der Flugphase und der absteigenden Phase des Sprungs. Diese Anstrengung ist umso ausgeprägter, wenn das Pferd eine Reihe von eng aufeinander folgenden Sprüngen nimmt, wie beispielsweise bei Kombinationen und In-Out-Sprüngen.
Bei der Freiarbeit und an der Longe hat das Pferd sämtliche Freiheiten, um an seinem Gleichgewicht, seinen Tritten und seiner Bewegung während des Sprungs zu arbeiten, ohne durch das Gewicht seines Reiters behindert zu werden. Sie können auch In-Out-Sprünge oder Kombinationen aufbauen, die von Ihrem Pferd verlangen, dass es seine Bauchmuskeln aktiviert und kontrahiert, wodurch es seine Oberlinie anspannt. Wenn diese Übung in der Freiarbeit gut funktioniert, können Sie sie punktuell auch in Ihre gerittenen Trainingseinheiten einbauen.
Es gibt auch noch Dehnungsübungen, die Sie mit Ihrem Pferd durchführen können, damit es seine Gliedmaßen, seine Oberlinie und seinen Hals dehnen kann. Diese Dehnübungen können sowohl vor als auch nach dem Training durchgeführt werden.
